Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Indikationen für medizinisches Cannabis in Deutschland. Aber welche Sorten eignen sich wirklich, wie dosiert man sie, und wann tritt die Wirkung ein?
Wie hilft Cannabis beim Schlafen?
THC in höheren Dosen wirkt sedierend und kann das Einschlafen erleichtern. Indica-dominante Sorten mit hohem Myrcen-Terpenanteil gelten als besonders schlaffördernd. CBD allein wirkt eher ausgleichend als sedierend — kann aber Angstzustände reduzieren, die das Einschlafen verhindern.
- THC: Verkürzt die Einschlafzeit, verringert REM-Schlaf (Traumschlaf)
- CBD: Reduziert Angstzustände, kann bei niedrigen Dosen leicht aktivierend wirken
- Myrcen (Terpen): Sedierendes Terpenprofil → besonders in Indica-Sorten verbreitet

Welche Sorten eignen sich am besten?
Für den Einsatz bei Schlafstörungen eignen sich:
- Indica-dominante Hybride: Entspannende Körperwirkung, sedierend
- THC-Gehalt 18–25%: Ausreichend für schlaffördernde Wirkung, nicht zu überwältigend
- Abendliche Einnahme: 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen
Dosierung und Timing
Vaporizer: 30–60 Minuten vor dem Schlafen, 2–3 Inhalationen bei mittlerer Temperatur (175–185°C). Oral (Öl/Kapseln): 1–2 Stunden vor dem Schlafen — wegen der verzögerten Wirkung.
Langzeitnutzung: Was man wissen muss
Regelmäßige Cannabis-Nutzung kann die Schlafarchitektur langfristig verändern (weniger Tiefschlaf). Pausentage einplanen, Toleranzpausen machen, nicht dauerhaft täglich nutzen. Cannabis-Schlaftherapie am besten in Absprache mit dem Arzt.
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